Verfahren

  • Äußere Gebäudegestaltung und Einbettung in den öffentlichen Raum unter Berücksichtigung von begrünten Flächen und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten Konferenzhotel und Büro
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Papenburg Hochbau GmbH, NL Projektentwicklung, Leipzig
    RPW 2013 7/a/19
  • Wohnquartier am Böllberger Weg 3. BA
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle Neustadt GmbH, Halle (Saale)
    RPW 2013,  Registriernummer 5/a/19
  • Alter Markt Magdeburg
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Landeshauptstadt Magdeburg
    RPW 2013, Registriernummer 4/c/19
  • Campus Handwerk
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: HWK Halle (Saale)
    RPW 2013, Registriernummer 3/a/19
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Töpferplan/ Charlottenstraße „Wohnen und Arbeiten am Stadtpark“
    Beschränktes kooperatives Verfahren (Einladungswettbewerb)
    Auslober: Am Stadtpark GmbH, Hansering 1, 06108 Halle (Saale)
    RPW 2013, Registriernummer 2/b/19
  • Wohnquartier am Böllberger Weg 2. BA
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle Neustadt GmbH, Halle (Saale)
    RPW 2013, Registriernummer 1/a/19
  • Wohnquartier am Böllberger Weg 1. BA
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle Neustadt GmbH, Halle (Saale)
    RPW 2013, Registriernummer 12/a/18
  • „Prälatenstraße“ Wohnen und Parken in der Innenstadt von Magdeburg
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Wohnungsbaugenossenschaft Magdeburg-Stadtfeld eG und die Volksbank
    RPW 2013, Registriernummer 11/a/18
  • Kleiner Stadtmarsch
    Beschränkter städtebaulicher Ideenwettbewerb
    Auslober: Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH, MWG-Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg
    RPW 2013, Registriernummer 10/b/18
  • Neubau Grundschule im Haferbreiter Weg
    Nicht offenes Verfahren; Interdisziplinärer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
    Auslober: Hansestadt Stendal
    RPW 2013, Registriernummer 5/k/2018
  • UniArkaden Magdeburg
    Nicht offenes Verfahren; Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
    Auslober: Universitäts-Arkaden GmbH
    RPW 2013 Registriernummer 3/a/2018
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • MUT ZUR LÜCKE – MUT ZU NEUEM 5.0 konkret in der Lutherstadt Eisleben
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Lutherstadt Eisleben
    RPW 2013, Registriernummer 9/a/18
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • MUT ZUR LÜCKE – MUT ZU NEUEM 5.0 konkret in der Lutherstadt Wittenberg
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Lutherstadt Wittenberg
    RPW 2013, Registriernummer 8/a/18
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • MUT ZUR LÜCKE – MUT ZU NEUEM 5.0 konkret in der Hansestadt Osterburg
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Hansestadt Osterburg
    RPW 2013, Registriernummer 7/a/18
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • MUT ZUR LÜCKE – MUT ZU NEUEM 5.0 konkret in der Stadt Blankenburg (Harz)
    Beschränktes Verfahren
    Auslober: Stadt Blankenburg
    RPW 2013, Registriernummer 6/a/18
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Prämonstratenserberg
    Nicht offenes Verfahren; Städtebaulicher Ideenwettbewerb
    Auslober: Landeshauptstadt Magdeburg
    RPW 2013 Registriernummer 4/b/2018
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Ersatzneubau Verwaltungsgebäude
    Nicht offenes Verfahren unterhalb des Schwellenwertes
    Auslober: Verbandsgemeinde westliche Börde
    RPW 2013 Registriernummer 2/a/2018
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Sanierung und Erweiterung der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gedenkstätte
    Interdisziplinäres Verfahren
    Auslober: Stadt Freyburg (Unstrut)
    RPW 2013, Registriernummer 1/k/2018
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Landesgartenschau Bad Dürrenberg
    Beschränkt offener Realisierungswettbewerb
    Auslober: Stadt Bad Dürrenberg
    RPW 2013 7/c/2017
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Grüne Achse Weißenfels
    Beschränkt offenes Verfahren, Landschaftsarchitektonischer Realisierungswettbewerb
    Auslober: Stadt Weißenfels
    RPW 2013 6/c/2017
  • Wirtschaftshof Kloster Michaelstein
    Nichtoffener freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb
    Auslober: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
    RPW 2013 5/c/2017
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Bebauung Große Brauhausstraße (Halle/Saale)
    Beschränkt offenes Verfahren, RPW 2013
    Auslober: GP Papenburg GmbH
    RPW 2013 4/a/2017
  • Neubau Landesweingut Kloster Pforta
    Beschränkt offenes zweistufiges interdisziplinäres Verfahren, Architekten und Landschaftsarchitekten und Ingenieure
    Auslober: Landesweingut Kloster Pforta GmbH
    RPW 2013 3/a/2017
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]
  • Neuordnung Areal Heumarkt
    Beschränkt offenes Verfahren, Städtebaulicher Ideenwettbewerb
    Auslober: Landeshauptstadt Magdeburg
    RPW 2013 2/b/2017
  • Erweiterung der Gustav-Adolf-Gedenkstätte
    Beschränkt offenes Verfahren, interdisziplinär Architekten und Landschaftsarchitekten
    Auslober: Stadt Lützen
    RPW 2013 1/a/2017
    Beitrag im Deutschen Architektenblatt [PDF]

Weiterführende Hinweise und Infos

Öffentliche Auftraggeber loben Architektenwettbewerbe in der Regel nur nach den RPW 2013 aus. Aber auch private Auslober können als Grundlage ihrer Architektenwettbewerbe die RPW 2013 vereinbaren. Architekten dürfen sich entsprechend ihrer Berufspflichten nur an Wettbewerben beteiligen, deren Verfahren der jeweils geltenden Wettbewerbsordnung entsprechen.

  • Sie suchen nicht die erstbeste, sondern die beste Lösung für Ihr Bauvorhaben.
    Die Teilnehmer an einem Architekturwettbewerb stehen in Konkurrenz um das Angebot der bestmöglichen Qualität – und das kommt Ihrem Projekt zugute.
  • Sie wollen mehrere Angebote zur Auswahl.
    Der Architekturwettbewerb garantiert eine große Vielfalt an möglichen Lösungen – unter diesen zahlreichen Angeboten finden Sie mit Sicherheit die unverwechselbare, spezifische Antwort auf Ihre Bauaufgabe.
  • Sie fordern Sicherheit bei der Entscheidung.
    In dem anonym durchgeführten Verfahren trifft das von Ihnen berufene Preisgericht seine Entscheidungen objektiv und nur an der Sache orientiert – als Sachpreisrichter sind Sie und/oder Ihre Beauftragten Mitglied des Preisgerichts und entscheiden mit.
  • Sie möchten kostengünstig bauen.
    Der Architekturwettbewerb optimiert das Verfahren. Wie Untersuchungen gezeigt haben, verringern sich die ursprünglich angenommenen Baukosten des Projekts um bis zu sechs Prozent, wenn im Vorfeld ein Wettbewerb stattgefunden hat: Rationalisierungseffekte, die ausschließlich Ihnen als Auslober zugute kommen.
  • Sie schaffen sich ein positives Image in  der Öffentlichkeit.
    Architektenwettbewerbe ziehen das Interesse der Öffentlichkeit auf sich. Die Ausstellung der Ergebnisse und die Medienberichterstattung darüber sind die beste Werbung für das Projekt – und ein positiver Nebeneffekt ohne aufwendige Werbekampagne.
  • Sie wollen keine Zeit verlieren.
    Gewiss, ein Wettbewerb kostet seine Zeit, aber durch die Einbindung der Kommunalpolitik und der Genehmigungsbehörden sowie durch die Öffentlichkeitswirksamkeit des Verfahrens gestaltet sich die nachfolgende Planung zügiger – und der Wettbewerb als Konsensverfahren erspart Ihnen manchen Umweg.
  • Sie erwarten etwas für Ihr Geld.
    Das Geld, das Sie ein Architekturwettbewerb kostet, ist bestens angelegt: Zum Preis von einem oder zwei Vorentwürfen erhalten Sie eine Vielzahl von Lösungsvorschlägen. Und: Bei der Beauftragung wird das entsprechende Honorar verrechnet – Sie zahlen also nicht zweimal für dieselbe Arbeit.
  • Sie haben das letzte Wort.
    Das Preisgericht findet mit Ihnen und für Sie die besten Lösungen unter den eingereichten Beiträgen und somit die Preisträger. Sie haben in der Auslobung zugesagt, einem der Preisträger den Auftrag zu erteilen –welchem, bleibt Ihre persönliche Entscheidung.

Im öffentlichen Interesse der Baukultur ist die Architektenkammer zuständig für das Wettbewerbswesen in Sachsen-Anhalt. Architektenwettbewerbe sollen durch unabhängigen fachlichen Leistungsvergleich die Qualität von Planen und Bauen fördern. Die Kammer berät Bauherren, die einen Wettbewerb ausloben möchten, welches Verfahren für die jeweilige Planungsaufgabe geeignet ist und was sie bei der Durchführung beachten müssen. Dabei sind die Belange beider Seiten gleichermaßen zu berücksichtigen: Dafür, dass der Auslober eine Vielzahl guter Lösungsvorschläge erhält – die meisten kostenlos -, muss der Gewinner des Wettbewerbs für seine Arbeit angemessen entschädigt und mit der Planung beauftragt werden. Die Einhaltung dieser Regeln überwacht die Kammer.

Am 1. März 2013 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die RPW 2013 in Kraft gesetzt.
Alle von der Architektenkammer Sachsen-Anhalt und ihrem Ausschuss für Wettbewerbe und Vergabe bearbeiteten und beratenen Wettbewerbe werden auf der Grundlage der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) [PDF] ausgelobt. Auslobern von Wettbewerben, die an die RPW 2013 nicht verpflichtend gebunden sind, empfiehlt die Architektenkammer Sachsen-Anhalt deren Anwendung, denn nur diese entsprechen den in § 16 (2) Nr. 7 ArchtG-LSA genannten Verfahren, durch die ein fairer und lauterer Leistungsvergleich sichergestellt ist.

Wettbewerbe nach RPW 2013 stellen eine Ausnahmeregelung von der gültigen preisrechtlichen Bindung an die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) dar. Als Rechtsverordnung der Bundesregierung bedeutet die HOAI ansonsten verbindliches Preisrecht. Bei Architektenwettbewerben wird auf der Grundlage der vorgenannten Regeln diese Honorierung unterschritten. Zum Ausgleich für den teilweisen Honorarverzicht der Architekten verpflichtet sich der Auslober, die Regelungen der Wettbewerbsordnungen verbindlich einzuhalten.

Wettbewerbe sind in der Vergabeverordnung (VgV) – bis zum 18. April 2016 in der Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) – ausdrücklich in einem gesonderten Abschnitt, dem Abschnitt 5 Planungswettbewerbe, und dem Unterabschnitt 2 Planungswettbewerbe für Architekten- und Ingenieurleistungen im Abschnitt 6 Besondere Vorschriften für die Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen aufgenommen. Grundvoraussetzungen dieser Wettbewerbsregeln sind das korrekte, transparente Verfahren, die Bestellung eines unabhängigen Preisgerichts, die Einhaltung der Anonymität beim Regelverfahren, die Auslobung von Preisen, die Berücksichtigung der Regelungen des Urheberrechts und bei Realisierung die Verpflichtung des Auslobers zur Beauftragung eines oder mehrerer Preisträger mit weiteren Architektenleistungen.

Die erfolgte Beratung durch den Ausschuss für Wettbewerbe und Vergabe und die Übereinstimmung mit der RPW 2013 ist für die Teilnehmer durch einen „Übereinstimmungsvermerk“ in der Auslobung erkennbar.

Kaum ein anderer Berufsstand als jener der Architekten hält die Vergabe von Aufträgen nach einem Leistungswettbewerb für die geeignetste Methode. Er folgt der Überzeugung, dass die Suche des zukünftigen Auftragnehmers bzw. eines Teams von Spezialisten über die Erarbeitung einer Vielzahl von Lösungsansätzen – von unabhängigen Fachleuten gemeinsam mit dem Auftraggeber, den Vertretern der Städte und Gemeinden, dem Fördermittelgeber und der Denkmalpflege beurteilt – am sichersten zum Erfolg führt. Am Ende eines fairen Leistungsvergleichs steht ein eindeutiges Votum zur Beauftragung. Wettbewerbe sind ein Baustein für Baukultur. Auszeichnungsverfahren wie etwa der Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt für realisierte Bauten belegen das auf eindrucksvolle Weise.

Wettbewerbsregeln kennen, Wettbewerbsregeln einhalten, das war der Ausgangspunkt für ein Compliance-Papier [PDF], von der Bundesarchitektenkammer erarbeitet und auf der Bundeskammerversammlung von allen Länderkammern im September 2018 verabschiedet wurde. Die Vertreterversammlung der Architektenkammer bekräftigte in ihrer Herbsttagung 2018 diesen Beschluss, sie fordert die Kammermitglieder auf, diese „Verpflichtung Regeln anzuerkennen“ zur Grundlage des Handelns zu machen. Die Architektenkammer appelliert an ihre Mitglieder mit einem Boykott „Grauer Verfahren“ dem Ausverkauf von Architektenleistungen entgegenzuwirken und die Wettbewerbs- und Vergabekultur zu verbessern. Hinweisen von Mitgliedern – wenn Verfahren augenscheinlich nicht ausgewogen sind – wird anonym nachgegangen. In der Regel können dann Verbesserungen für die Teilnehmer erreicht werden.

Die Registratur der von der Architektenkammer geprüften Verfahren (in der Wettbewerbsauslobung ist eine Registriernummer zu finden) stellt einen fairen und lauteren Leistungsvergleich sicher. Damit es jedem Mitglied möglich ist, Einladungen zu Verfahren in dieser Hinsicht auch selbst zu prüfen, wurde eine „Checkliste“ [PDF] erarbeitet. In der Geschäftsstelle kann man erfragen, ob die Registrierung bestimmter Verfahren bereits beantragt ist.

Zuständig für die Beratung und Betreuung bei Wettbewerben sind der Ausschuss für Wettbewerbe und Vergabe und die Geschäftsstelle der Architektenkammer. Die Wettbewerbsunterlagen gehen an die Kammer und werden dort aufbewahrt. Die Prüfung auf Übereinstimmung nach RPW 2013 erfolgt in der Geschäftsstelle unter Hinzuziehung eines Mitgliedes des Ausschusses für Wettbewerbe und Vergabe.

Ansprechpartner

Petra Heise, Geschäftsführerin der Architektenkammer Sachsen-Anhalt