Petra Heise

Auditorium maximum, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dem introvertiert wirkenden Juridicum tritt das Audimax als einfacher, sich zum Platz öffnender Baukörper gegenüber und bildet die bisher fehlende südliche Raumkante. In dem kompakten Gebäude über einem trapezförmigem Grundriss befinden sich zwei kleinere Hörsäle mit ebenfalls trapezförmigen Grundrissen und das Audimax mit 512 Plätzen. Das Foyer, das auch für Ausstellungen genutzt werden kann, ist als transparentes Volumen in den Baukörper eingesetzt und erscheint durch seine offene Geste einerseits als Schaufenster der Universität und andererseits, hervorgerufen durch die Reflexionen auf der Glasfassade, als Abbild des Platzes. Auf diese Weise trägt das Audimax neben der Freitreppe und der Caféterrasse des Juridicums wesentlich zum kommunikativen Charakter des Universitätsplatzes bei.

Standort
Universitätsplatz 1, Halle (Saale)

Bauherr/in
Land Sachsen-Anhalt

Architekten
Gernot Schulz in Hillebrandt + Schulz, Köln

Preise
Deubau Preis, Deutscher Architekturpreis 2003 (Auszeichnung), Deutscher Städtepreis 2002 (Besondere Anerkennung), Preis der Stiftung 'Lebendige Stadt' 2001 (Besondere Anerkennung), Public Design Preis 2003 (Anerkennung),Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2004, Anerkennung

Fertigstellung
2002