H.-Christian Schink bei punctum

Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität, Umbau und Erweiterung (Gebäude 22)

Die Fakultätsgebäude der Wirtschaftswissenschaft am nördlichen Rand des Universitätscampus wurden 1997 um drei Baukörper erweitert. Entlang der Pfälzer Straße folgt ein länglicher, viergeschossiger Gebäuderiegel dem Straßenverlauf, während die beiden anderen Fakultätsgebäude zwischen zwei bestehende Bauten aus der Gründerzeit eingepasst sind, mit denen sie eine ehemals dort vorhandene Blockrandbebauung nachbilden. Hinter einer transparenten Fassade an der Hauptstraße befinden sich das Foyer und die Verkehrsflächen. Sie trennen die dahinter liegenden Hörsäle vom Straßenraum und beleben das Haus durch die von außen ablesbare Bewegung im Inneren. Die Hörsäle und Seminarräume öffnen sich zu einem, von dunklen Klinkerfassaden mit liegenden Fensterformaten dreiseitig umschlossenen, Innenhof. Dieser wird auf der Südseite von einem transparenten, brückenähnlichen Verbindungsbau begrenzt. Die Westfassaden der Neubauten sind über gläserne Fugen mit den Altbauten verbunden und erhielten ebenfalls eine vorgeblendete Klinkerhaut mit horizontalen, regelmäßig angeordneten Fensteröffnungen. Farbige Stirnseiten der Neubauten markieren die einzelnen Gebäudeteile und erleichtern die Orientierung.

Standort
Pfälzer Platz/ Gustav-Adolf-Straße, Magdeburg

Bauherr/in
Land Sachsen-Anhalt

Architekten
Architekturbüro Prof. Peter Kulka, Köln/Dresden

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1998, Neubauten

Fertigstellung
1997