Reinhard Görner

Hypo-Bank

Grundsätzlicher Ausgangspunkt der Entwurfsüberlegungen war der Erhalt der historischen Fassade am Breiteweg (1.Obergeschoss)als Teil eines geschützten, innerstädtischen Ensembles. Die schlichte Fassade des Neubaus weist, da sie den Versuch einer Anbiederung etwa durch historische Zitate an die klassizistische Fassade konsequent vermeidet, auf einen interessanten Bedeutungswandel der Fassade an sich hin. Während die historische Fassade das Haus selbst repräsentiert und Teil der stadträumlichen Kulisse ist, versucht die Fassade des Neubaus vor allem Einblicke zu ermöglichen und auf diese Weise Werte der Bank wie Offenheit und ihr Selbstverständnis nach außen zu kommunizieren. Über die Selbstbedienungszone, die zugleich das Entree zur Schalterhalle im Erdgeschoss bildet, gelangt man in die großzügige Kundenhalle, die lediglich durch Stützen und eine schlichte Möblierung gegliedert ist. Der Lichthof auf der linken Seite des Raumes, der zugleich die Beratungsräume im Obergeschoss belichtet, setzt einen überraschenden Akzent. Im Untergeschoss befinden sich neben den Bereichen für die technische Gebäudeausrüstung die Resourräume. Das obere Terrassengeschoss steht für eine von der Bank unabhängige Nutzung zur Verfügung. Der Wirkung des Hauses kommt die Beschränkung auf im Wesentlichen nur zwei Materialien, Sichtbeton und Holz zugute.

Standort
Breiteweg 2, Schönebeck

Bauherr/in
Bayrische Hypotheken- und Wechselbank AG, München

Architekten
Klaus Theo Brenner, Berlin

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1995, Bauen im Bestand

Fertigstellung
1995

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