Roland Halbe

Landeszentralbank

Der Neubau der Landeszentralbank besteht aus einem schmalen Gebäuderiegel mit Satteldach, der die historische Struktur der ehemals befestigten Kernstadt vervollständigt und einem dahinter liegenden flachen Gebäudeteil, das einen Übergang zum angrenzenden Grünraum ‚Plantage‘ herstellt. Während sich im transparenten Erdgeschoss des viergeschossigen Gebäuderiegels öffentliche Funktionen wie Läden und ein Café zum Straßenraum orientieren, befinden sich in den darüber liegenden, mit Holzpaneelen verkleideten Etagen die Verwaltung und Wohnungen. Eine Kassenhalle unterhalb der Durchfahrt zur Ladehalle verbindet beide Gebäude miteinander. Daran schließt sich im parkseitigen Baukörper der aufgeständerte, eingeschossige Kassen- und Geldverarbeitungsbereich an, der den Außenkanten der freien viereckigen Grundrissform folgt und mit umlaufenden Öffnungen zum Grünraum angeordnet ist. Eine Natursteinmauer umfasst den darunter liegenden Parkhof und setzt sich in Segmenten an der Straßenfront fort. Sowohl in städtebaulicher Hinsicht als auch in ihrer architektonischen Ausformung übersetzt die Landeszentralbank die Elemente der historischen Umgebung in eine zeitgemäße Architektursprache, ohne sich der gewöhnlichen, auf Repräsentation ausgerichteten Motive eines Bankgebäudes bedienen zu müssen.

Standort
Westendorf 21-28, Halberstadt

Bauherr/in
Landeszentralbank in Bremen,Niedersachsen&Sachsen-Anhalt,Hannove

Architekten
Auer+Weber+Architekten mit Achim Söding, Stuttgart

Preise
Magdeburger Architekturpreis 2001, Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2001, Anerkennung

Fertigstellung
2000