Martin Severloh

Wohnblock, Erweiterung und Sanierung

Nach dem Erwerb des leerstehenden Plattenbaus und dessen Nachbargrundstücks in unmittelbarer Nähe zum Magdeburger Hauptbahnhof erfolgte 1993 die Sanierung des ehemaligen Wohnhauses zu einem Bürogebäude, das in einem zweiten Bauabschnitt durch einen Neubau erweitert wurde. Dieser schließt rechtwinklig an das bestehende Gebäude an, das mit seiner Längsseite entlang der Straße angeordnet ist. Durch eine zweigeschossige, vorgelagerte Servicezone mit Schalterhalle und Informationsbereichen bilden die Gebäude an der Straße eine gemeinsame Kante. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen blieb von dem Plattenbau lediglich der Rohbau erhalten. Sämtliche Brüstungs- und Fassadenelemente wurden abgenommen, so dass das Tragwerk durch Betonunterzüge stabilisiert werden musste, an denen die vorgestellte Pfosten-Riegel-Konstruktion der neuen Glasfassade verankert ist. Ein aufgesetztes Dachgeschoss mit einem vollverglasten Konferenzraum unter einem zurückgesetzten Flugdach mindert die vormals massive Erscheinung des Gebäudes und bietet einen neuen Ausblick auf die städtische Situation. Der Neubau, in dem sich ein Empfangsbereich befindet, ist direkt mit dem sanierten Plattenbau verbunden, was jedoch eine separate Nutzung der Gebäude nicht ausschließt. Eine zu beiden Seiten dicht angrenzende Bebauung machte hier eine Bohrpfahlgründung erforderlich.

Standort
Otto-von-Guericke-Straße 86, Magdeburg

Bauherr/in
BfG Immobilien Investmentgesellschaft mbH, Frankfurt/Main

Architekten
Arge Severloh + Witt, Winsen/Aller

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1995, Sonderpreis

Fertigstellung
1995

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