Heckel Lohrer

Wohnumfeldverbesserung

Im Plattenbaugebiet Dessau- Zoberberg versuchten die Landschaftsarchitekten die bestehende autogerechte Hierarchisierung der Außenräume durch die Trennung der Verkehrsteilnehmer aufzuheben. Es entstanden barrierefreie Zonen mit unterschiedlicher Oberflächengestaltung, welche den gesamten Außenraum gliedern und sich bewusst als gemeinsame Fläche verstehen. Jeder Bereich soll nicht mehr nur einer einzigen Funktion dienen. In diesem Verständnis versuchen Rasensteine die notwendige Parkierung angenehmer erscheinen zu lassen, ein teilweise über die asphaltierte Erschließungsstraße verlaufender Pflasterbelag der Gehwege den Autoverkehr zu beruhigen oder eine sandige Fläche zwischen den Bestandsbäumen einen näher spezifizierten Spielplatz zu ersetzen. Sparsam eingesetzte Mittel wie Poller, ‚Spielmurmeln‘ und Hecken dienen der Gewährleistung dieser räumlichen Aufgaben. Fahrradabstellplätze und zu den Häusern versetzt angeordnete Vorgärten markieren die Eingänge Auch hier wurde weitgehend das vorgefundene ‚Abstandsgrün‘ in neuem Rahmen definiert.

Standort
, Dessau-Roßlau

Bauherr/in
Stadt Dessau, Grünflächenamt

Architekten
Heckel Lohrer Landschaftsarchitekten BDLA, Magdeburg

Preise
Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 1998, Anerkennung Freianlagen

Fertigstellung
1997